Mein Buch basiert auf Bildern und Gedichten die "unbewußt", "einfach so gekommen" sind.
Sie haben bei mir starke Emotionen hervorgerufen. Sie sind aus einem Prozess heraus entstanden,
letzlich kein Ergebnis eines bewußten Thema-Gestaltungs-Prozesses, sondern wurden "zugelassen".
Michael Labinsky
PränatalEs?
Mein Buch: Seht, was mein-nen Geist angestellt hat.
In diesem Buch gehe ich der Frage nach, wie ein Lebenslauf das Verhalten einer Person
gegenüber der Gesellschaft prägen kann.
Also auch: wie mein Lebenslauf mein Verhalten gegenüber der Gesellschaft prägen konnte,
aber auch wie die Ereignisse in meinem ( besonders frühen) Leben, meine Art und Weise,
Gedichte zuschreiben, beeinflusst hat.
Die frühen Bilder in diesem Buch von mir sind auf Kursen ( u.a. holotropes Atmen, Körperarbeit,
arbeiten mit Träumen, Malen / Finden ) entstanden.
Die frühen Gedichte sind auch spontan -hingeworfene-.
Später habe ich dann -Überlegtes- , sowohl neue Bilder als auch neue Gedichte hinzugefügt.
Die Bilder und Gedichte
sind für mich Spiegelungen / Ausdruck
eines / meines "Systems Mensch" in seiner sozialen, kulturellen und geschichtlichen Umgebung, seiner Vergangenheit,
Mit dem Buch habe ich versucht,diese "Tat-sachen" der Psyche mit Erkenntnissen aus der
Psychologie, Psychoanalyse, Kunst ( Bild, Literatur), und auch ein bißchen Philosophie
zu hinterfragen, mögliche Zusammenhänge aufzuzeigen.
Viele Bücher habe ich für diesen Prozess gelesen.
u.a. Kretschmer:
Lexikon der Symbole und Attribute in der Kunst.
Oskar N. Sahlberg: Reisen zu Gott und Rückkehr ins Leben
B.Verlic, A.Budak, P.Pakesch: Zeichen der Psyche Psychoanalytische Perpektiven zur Kunst
Woher kommen sie, diese Gedichte und Bilder des Autors?
Er beschreibt diesen Vorgang so:
Wie Regentropfen aus einer Wolke
prasseln sie auf das Papier.
Diesem prasseln, diesem spontanen, nicht kontrollierbaren Prozess, versucht der Autor in diesem Band auf die Spur zu kommen.
Er sucht nach ‚Weggenossen‘, die auch schon auf einem ähnlichen Weg waren. Oder er stöbert sich durch viele Literatur, um dort,
in den Werken über Künstler, auch über die Psyche allgemein, Ihre = seine (?) Spuren zu entdecken.
Den Suchraum hat der Autor weit gewählt: vom Seelenleben eines Ungeborenen, einer möglichen Basis in der Neuro-biologie,
über die Psychoanalyse, bis hin zu der Frage:
Kann Sprache, können Gedichte und Bilder unsere, seine Wirklichkeit abbilden?
Bei Künstlern wie Goethe, Nietzsche, Magritte und Picasso u.a. hat er in Ihren Werken hinterlassene Spuren aus den
Übergangsphasen von Ihrer Kindheit bis zum Erwachsenen gefunden.
Den ‚Urgrund‘ hat er schließlich für sich in seiner frühen Kindheit am Ende des Zweiten Weltkrieges gefunden:
Spuren der Ereignisse bei der Flucht aus seinem Geburtsort Königsberg/ Ostpreußen, dem Leben in einem Lager,
dem schwierigen sich ‚Einnisten‘ in der neuen Heimat, in den Spuren, Einprägungen einer zerrissenen Familie.
Die geschilderten Spuren des Autors aus dem Übergang eines Fötus zum Baby, scheinen einzigartig zu sein.
Der Komponist Felix Treiber hat einige meiner Gedichte für die Grötzinger Musiktage 2026 vertont.
siehe
Wie wird das Publikum auf diese Musikkomposition reagieren?
Damit die Zuhörer-Zuhörerinnen dieser neuen Art einer Komposition aus Musik und Text nicht ganz so fremd
gegenüber stehen müssen,
ist dieser Text dazu entstanden.
Beim Hören meiner Gedichte mit der Musik von Felix Treiber wird ein neuer Hör-Raum entstehen.
Und damit verbunden werden (hoffentlich) einige Fragen auftauchen: wer oder was tönt denn da so fremd?,
und „wieso und warum denn sowas?“
Diesem Fragen will ich in den nächsten Zeilen ein bißchen Nahrung geben.
Wer macht denn da was? Ich habe es bisher vermieden, mich in die moderne Literaturgeschichte,
besonders in die der Gedichte, einzulesen. Gelesenes, Gewußtes, bildet unwiderstehlich einen Rahmen,
zwingt den Autor neuer Kompositionen, zB. von Gedichten, sich einzufügen, den Faden aufzunehmen oder sich abzugrenzen.
Bei meinen Kompositionen spielt das „spontane Hinwerfen“ eine große Rolle. Diese Spontanität, aus dem Raum des noch nicht (ge-)bewußten, unüberlegt -, dieses „eigentlich unaussprechbare“ soll mir so weit wie möglich nicht durch die Zensur der Gedanken, der Überlegungen, dem Kopf= „Wissenspool“, versperrt werden.
Meine Gedichte und die Gesellschaft. Frühe Ereignisse in der Lebensgeschichte, auch einschneidende Ereignisse in der Gesellschaft, führen oft zu massiven Reaktionen einer konkreten Person, aber auch in Teilen der Gesellschaft, zB in der Kunstszene.
zB. Krieg, Flucht, Vertreibung, wie bei mir, mit Ihren Einwirkungen auf die Psyche, besonders auf die Psyche eines noch heranwachsenden Kindes mit ihren möglichen Traumen in der Auseinandersetzung mit der Außenwelt und auch in/mit der Familie.
Meine Gedichte kommen aus diesem Raum. Es handelt sich nicht um einen bewußten Prozess, gegen oder für etwas Konkretes- sondern eher um ein „Fragen-Rufen nach…“.
Bekannte Reaktionen auf einschneidende Ereignisse sind zB der (radikale) Dadaismus :
er entstand als anarchische Reaktion auf die Schrecken des Ersten Weltkriegs. Die Bewegung lehnte die bürgerliche Gesellschaft, Logik und traditionelle Kunst radikal ab. (Zitate aus dem Internet)
An ihre Stelle traten Anti-Kunst, Nonsens, Zufall und extreme Provokation.
Typische Ausdrucksformen dieser Strömung waren: Lautgedichte: Sprachliche Zerstückelung ohne semantische Bedeutung. Oder auch Fotomontage & Collage: Das Zerschneiden und Neuzusammensetzen von Zeitungsbildern, um Realitäten absurd zu verfremden. […]
Im Zusammenhang mit Dadaismus wird oft der Begriff absurd genannt: irrsinnig · nicht rational · sinnfrei · sinnwidrig · unsinnig · wahnwitzig. · (totaler) Quatsch.
## ja, es gibt da Ähnlichkeiten bei einigen Gedichten von mir, wie ich im Nachhinein feststelle, aber,- bei mir ist es das Suchen nach dem „warum“, in/ über neue(n) Ausdrucks-Formen, um das noch nicht genannte, vielleicht unnennbare (dar)zu stellen. Nein, meine Gedichte sind kein Quatsch, und nein, meine Gedichte sind nicht sinnwidrig. Im Gegenteil: Diese Gedichte sind ein Versuch, doch noch eine „Basis“ > einen Sinn zu finden, wenn auch außerhalb bekannter sinngebender Rahmenbedingungen.
Ich stelle meine Gedichte unter einen neuen Begriff: »ART-Romantik«, einer Romantik der Sinnsuche jenseits
aller bereits verbrauchten Versuche. Einer Sinnsuche um seinen Platz in dieser Welt zu finden und
dadurch diesem Platz ein Gesicht geben zu können.
Auch zu dem Thema, Begriff Surrealismus gibt es Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
Der Begriff „Surrealismus“ bedeutet laut französischer Etymologie … „über den Realismus hinausgehend“ ( Zitat aus dem Internet)
Auf dem Gebiet der Literatur wurde diese Bewegung als eine Revolution angesehen, da sie die Art und Weise der Verwendung von Sprache und die Techniken zum Komponieren von Werken bereitstellte: zB Die Autoren des Surrealismus verzichteten auf das Metrum, um Platz zu machen für freie Verse und Verse, eine freie Form ohne festen Reim.
Auch die Themen waren breiter aufgestellt: mehr menschliche Themen, sowohl psychologisch als auch sozial, unter Einbeziehung innerer Konflikte, Sehnsüchte, Ängste und politischer Kritik.
Durch dieses Einbeziehen des menschlichen, fühle ich mich dieser Kunstform, geistigen Bewegung schon mehr verbunden.
Wichtig ist mir hier die Bemerkung, dass ich erst NACH dem Komponieren meiner Gedichte entdeckt habe, dass hier Ähnlichkeiten bestehen. Auch für diese Kunstform gilt das schon unter ## gesagte sinngemäß.
In diesem Suchen, dem „Unvorstellbaren“ doch noch ein „Gesicht“ geben zu können, dass das Unvorstellbare immer (auch) mit dabei ist, fühle ich mich dem Maler Rene Magritte (1898–1967) sehr nahe.
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v 14.01.2026 im Aufbau
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