diese Website zeigt Bilder und Gedichte die "unbewußt", "einfach so gekommen" sind. Sie haben bei mir starke Emotionen hervorgerufen. Sie sind aus einem Prozess heraus entstanden, letzlich kein Ergebnis eines bewußten Thema-Gestaltungs-Prozesses, sondern wurden "zugelassen".

Michael Labinsky   PränatalEs
Zwillinge   Doppelgänger

NICHT für 'Mode landscape' geeignet

Doppelgänger Alter Ego Zwilling
Geschwister? Alter Ego? Doppelgänger?

Einst gingen wir im Strand
an den wellen
Tang um unsere hüften

von ferne das flache
rauschen

die kante
noch
der Donner
unfassbar



Einst gingen wir im Strand
an den wellen
Tang um unsere hüften

von ferne das flache
rauschen
die kante
noch

der Donner
unfassbar



Einführung  -  privater Hintergrund

Das Thema pränatal hat sich aus meinen hier gezeigten Zeichnungen, den Gedichten und meinem Erleben als gemeinsame Basis heraus­kristallisiert.
Ich habe dieses Thema nun im Jahr 2024 nochmal aufgenommen und möchte es mit Hilfe der Literatur die ich inzwischen gelesen habe, neu beleuchten um zu neuen Erkenntnissen zu gelangen.
Die Zeichnungen wurden schon vor Jahrzehnten erstellt, die Gedichte kamen nach und nach, "verursacht" durch zwischen­menschliche Begegnungen.
Die inneren "seelischen Geschichten", wurden, soweit sie nicht mehr präsent waren, über Tagebuch­eintragungen wieder hervorgeholt.

Dieses Bild hier entstand während eines Malkurses.
Ich habe "so ein bißchen" mit dem Pinsel herum­probiert. Als ich dann diese "zwei" vor dem diffusen Hintergrund entdeckte, war ich unerklärlich betroffen, erschrocken - so als hätte ich ein bislang unbekanntes Geheimnis entdeckt.
Mein Verstand wollte dieses Bild immer wieder vergessen - es wegtun.
Aber meine Seele, mein Gefühl ist tief mit "diesen Beiden" verbunden.
Dieses Gedicht kam auch plötzlich, viele Jahre später - ich habe es dann diesem Bild zugeordnet. Beide, Bild und Gedicht passen gut zu einer Imagination innerhalb einer Sitzung mit holotropen Atmen, zeitlich ca. 4 Jahre nach dem Bild die ich später dann meiner Geburt zugeordnet habe:
Ich und ein Anderes, geliebtes Wesen schwimmen in einem See. Plötzlich bewegt sich das Wasser, eine starke Strömung zieht uns weg, einem Wasserfall zu. Ich sehe "Sie" und ich weiß, Sie muß hier bleiben, Sie wird nicht überleben.

Das Gedicht entstand spontan nach einer Begegnung mit einer Frau innerhalb von Minuten.
"entstand" deswegen, weil es "so" von alleine kam, ohne eine bewusste vorher­gehende Überlegung dazu; so ähnlich wie das Bild, auch hier das tiefe Staunen über das "Hervor­gekommende".

Auch die weiteren genannten Begriffe haben sich nach und nach als "ansehenswerte" Leit-Themen heraus­ksistallisiert.


Dabei werde ich Wörter, Sätze die mir zu meiner Geschichte, für mein persönliches Narrativ passend erscheinen , so kennzeichnen

inzwischen habe ich dazu einige Bücher zu dem Thema -pränatal Geburt Mutter Kind- gelesen, dadurch denke ich jetzt über das Thema -primäre Aggression- differenzierter.
Bin ich beim Ansehen des Bildes deswegen so erschrocken, weil nun offen­kundig wird: die Andere musste sterben, damit ich leben konnte, ich mich "durchgesetzt" habe, ggf. agressiv??
 

Übersicht - Hinweise

wer kennt sie nicht - die "täglichen .. Doppelgänger"?
# wenn ich nur wollte> mein besseres Ich: schon wieder diese Hetze beim Frühstücken. Eigentlich wollte "ich" 20 min früher aufzustehen.
# Die Verehrung eines Idols, oft = möchte gerne auch so sein, schon unbewusster.
# oder die Wut als negierter Anteil von mir: müssen "die" immer so rasen?
# oder die täglichen Spielchen im Sinne von Eric Berne,»Spiele der Erwachsenen« meine, meist unbewussten Rollen, Masken= Verdeckungen: Spiel als Charmeur, Helfer, Immer ich, etc. z.B. das Bedürfnis nach Anerkennung und Bestätigung wird hinter der Maske einer unterwürfigen Person versteckt / maskiert. Ein Spiel mit dem wir z.B. unser Bedürfnis noch mit der Strategie aus der Kindheit gegenüber dem Vater / Autorität spielen um eine Konfrontation zu vermeiden. Und der Gewinn aus solchen Spielen?? bei diesem Beispiel: bin ich passiv, vermeide ich Verantwortung für mein Handeln.
der Autor Oliver Sacks ist bekannt mit seinen Geschichten über Personen die etwas sehen, was uns "merkwürdig" vorkommt.
in dem Buch Drachen, Doppelgänger und Dämonen schreibt er über den Unterschied von Wahrnehmung und Halluzinationen S9-12:
Z Wahrnehmungen sind in gewisser Hinsicht teilbar " und er gibt ein Beispiel: wenn sich 2 Personen einig sind, dass dort ein Baum steht, zu sehen ist. Dagegen sind " Halluzinationen Wahrnehmungsinhalte, die unabhängig von irgendeiner äußeren Wirklichkeit auftreten - das Sehen oder Hören von Dingen, die nicht vorhanden sind." also "etwas was sich mein Gehirn, oder mein Geist ausgedacht hat ... für jemand anders nicht wahrnehmbar ist" Wichtig ist für mich seine Betonung, das für den Halluzinierenden seine " seine Halluzinationen sehr real " sind.
Weiter nennt er noch das Thema Sinnestäuschungen: mein Beispiel - wenn wir einen Stock für einen Moment für eine Schlange halten - und dann der wichtige Satz, den ich allerdings für mich, so nicht stehen lassen will: "Sinnestäuschungen haben einen realen Ausgangspunkt - während Halluzinationen aus dem Nichts entstehen

Interessant ist auch im Hinblick auf das Thema Kreativität und Kunst seine Bemerkung, das Halluzinationen "seit jeher einen wichtigen Platz in unserem Seelenleben und in unserer Kultur " einnehmen." Ja, ob sie nicht der "Ursprung unsere Kunst, Folklore und sogar (der) Religion bilden."

Einige interessante Sätze aus dem Buch von Carl Albrecht Das mystische Erkennen zu der Bemerkung von Oliver Sacks "Halluzinationen entstehen aus den Nichts"
( ich habe einige Jahre meditiert und in diesem Zusammenhang dort "gesucht")

unter der Überschrift " Das mystische Spüren" S230ff
Interessant ist hierbei, wenn er das Spüren als
1. eine noch undifferenzierte Weise des Erfahrens " , aber dann als "Eindruck, dass da etwas ist, gleichermaßen "ein erstes ' hier so im Original =" Berührtwerden' von ihm". Und dann dieser interessante Aspekt: " Das.. ausgestaltende Erfahrungsgefüge des Spürens hat weitgehende Ähnlichkeit mit dem aus psychologischen Experimenten bekannten Erfahrungsbezug des sogenannten Vorgestalt-Erlebnisses."
weiter, auch nicht fremd.

2. "das Spüren hält sich im Zwielicht von Wirklichkeit und Schein "
3. " Das Spüren ist tastendes Erfassen"
und jetzt: "In ihm geschieht eine taktile Berührung, eine Art von 'Hautnähe'. Weiter "Im mystischen Spüren wird um dieses 'Nahebeistehen' gewußt. Und "Es ist ein Erlebnis eines 'allseitig Umgebenseins'." Das sind nur einige Kriterien aus dem Buch. Die von mir hier genannten Beispiele erinnern mich, Pardon, an mein Berührt sein, Spüren des Nahebeistehen.
Und dieses 'allseitig Umgebenseins' erinnert mich an pränatales Erleben im Bauch der Mutter, noch "vor aller Sprache" , Symbolisierung, einer symmetrischen Welt = Paradies. In diesem Sinn wäre auch zu fragen inwieweit dieses Spüren eine Regression, ein zurück ist und der neuro -psychologische Hintergrund, wie etwa bei xxx und welche Rolle die Versorgung des Gehirns mit (zu wenig) Sauerstoff = Anreicherung mit Kohlenmonoxyd) spielt, wie es ggf. beim Meditieren vorkommen kann und eben auch beim holotropen Atmen. (= Hyperventilation. Es wird mehr Sauerstoff eingeatmet und mehr Kohlenstoffdioxid abgegeben als üblich, wodurch es zu einer Störung des Säure-Basen-Haushaltes käme. Mögliche Folge: „Gehirngefäße ziehen sich zusammen, das Gehirn wird nicht mehr richtig durchblutet, und es kann zu Muskelkrämpfen und in schweren Fällen zur Bewusstlosigkeit kommen siehe auch https://www.superyogas.de/alles-ueber-atmen/atmungsuebungen/holotropes-atmen/

Interessante Zusammenhänge, aber auf der anderen Seite eine klare Abgrenzung S279: " Die msytische Einsicht ist zwar ein Vollzug des Erkennens, keine Weise erfahrenden Erfassens" "Der mystische Gegenstand ist in ihr nicht präsent, an ihm und von ihm kann nichts gewahrt werden-" Was mich hier beeindruckt, was ich selber aus eigenem Erleben nachvollziehen kann: diese Sehnsucht(wieder) vereint zu werden, mit etwas was mir nur schemenhaft, "geistig gezeig" hat. siehe dazu u.a. xxx und das Thema Regression und Gehirn und seine Entwicklung, Prägung.

In dem Buch wird auch Bezug genommen, was mystisches Erfahren nicht ist, ( Beispiele ähnlich wie bei Sacks)
" S226 "Diese Phänomenzone ist durchsetzt von pathologischen Erscheinungen, von Halluzinationen, Wachträumen, eidetischen Bildern (= von sehr genauer, anschaulicher Erinnerung), Abspaltungs­phänomenen aber auch verstorbene Angehörige der Nonnen und Orts- und Kloster­heilige erscheinen immer wieder von neuem."

Zwischen dem o.g. Thema Seelenleben / Kunst spannt Susanne Richter / SR / in dem Buch Mysterium der Wirklichkeit bei RENÉ MAGRITTE zusammen mit dem Thema Mystik einen Bogen.
Hier ein kleines Beispiel: Bei Interesse siehe unter Literatur.
ein Bild vor dem Bild Magritte La condition humaine
Magritte La condition humaine, Bild-Ausschnitt
zu diesem Bild zitiert /SR/ S207 Magritte "Vor einem Fenster, das im Innern eines Zimmers aus gesehen wird, stellte ich ein Bild, das genau den Teil der Landschaft darstellte, der von dem Bild verborgen wurde (verstellte Welt M.L). Der auf dem Bild dargestellte Baum verdeckte also den Baum hinter ihm, außerhalb des Zimmers.(Mein Inneres Bild verdeckt das Außen /Bild!/ !M.L, )
Er befand sich für den Betrachter gleichzeitig innerhalb des Zimmers auf dem Bild und gleichzeitig außerhalb durch das Denken in der wirklichen Landschaft.( Ein-Bildung als Wirklichkeit. Natürlich NICHT in der wirklichen Landschaft, denn wir sehen NUR ein Bild, das uns etwas erzählt, eine Metapher M.L)
So sehen wir die Welt. Wir sehen sie außerhalb unserer selbst und haben doch nur eine Darstellung in uns.
Auf dieselbe Weise versetzen wir manchmal etwas in die Vergangenheit, was in der Gegenwart geschieht." (hervorgehoben M.L)

mein Zwilling / Geschwister (bei Geschwister muss ich noch genauer hinsehen) zeigt was gerade passiert??




Einen ganz anderen Aspekt wird in dem Buch Doppelgänger Polygänger Alter Egos gezeigt ( C.Hoffstadt / S.Müller eds.)
für den Film.
S55 Bezugnehmend auf Freuds Text " Das Unheimliche" wird Freud's Definition für den Doppelgänger zitiert ' alle unterbliebenen Möglichkeiten der Geschickgestaltung, an denen die Fantasie noch festhalten will, und alle Ich-Bestrebungen, die sich infolge äußerer Ungunst nicht durchsetzen konnten, sowie alle die unterdrückten Willensentscheidungen, die die Illusion des freien Willens ergeben haben'" Neben den nicht verwirklichten Sehnsüchten etc. steht er jedoch auch für "alle negativen Strömungen, die das Ich verdrängt". der Doppelgänger wird hier als Imaginiert dargestellt, anders als das Zwillingsmotiv #, dem biologischen Double.

Auf S 63 ein Hinweis der mich nachdenklich macht. Unter der Überschrift ' Kampf ums Überleben' .( Der Text bezieht sich auf das Buch von Wahl,K / WK / Aggression und Gewalt, Ein biologischer, psychologischer und sozialwissenschaftlicher Überblick und Simon /SR / Die dunkle Seite der Seele. Psychologie des Bösen) heißt es "Bewährte Abwehrstrategien / WK / erweisen sich als nutzlos, die Flucht vor dem eigenen Ich als erfolglos. denn unsere dunkle Seite läßt sich ' weder erschaffen noch zerstören - sie kann lediglich andere Gestalt annehmen. ( !! siehe dazu mein Bild Aggressivität ! ML)Sie läßt sich in Gedanken und Gefühlen auffangen, in produktive Tätigkeiten kanalisieren oder destruktiv ausleben " / SR/
Der Doppelgänger erweist sich dabei für das Ich als geeignete Möglichkeit eines destruktiven Auslebens aggressiver Impulse"
gibt es da womöglich auch einen Zusammenhang zu meinem Bild -Hass Wut- ? Diese Hinweise machen mich doch sehr nachdenklich. Sollte sich unter meiner Trauer für "mein Geschwister" das bei meiner Geburt tot zurück bleiben musste, ein ausleben destruktiver Impulse verstecken, wie in meinen Bilder x y zu sehen ist?. oder sind das verschiedene Zeitebenen? Da fällt mir ein, im Unbewussten gibt es keine Zeit, wird alles, für die Seele wichtiges, gemischt.

Nun was eigenes, aktuelles.



Gedicht handschrift mein eigen Blut
handschrift des Gedichts? mein Eigen Blut

Ich habe mich nun seit ca. 2 Wochen mit dem Thema Zwillinge / Doppelgänger beschäftigt und darauf gewartet was meine Psyche mir dazu mitteilt - per Traum oder wie so oft mit / durch ein spontanem Gedicht.
"Es" passierte nichts. Dann hatte ich einen Traum, den ich zuerst NICHT diesem Thema zugeordnet habe und dachte, ach wieder so ein Traum indem Du in unbekannten Städten auf unbekannte Leute triffst, die Du bzw. die Dich nicht verstehen.
Erst später bemerkte ich den Unterschied: Ich lief mit meiner Schwester ! einen hm Wanderweg ( also nicht befestigt ) in einer Landschaft entlang. Ich hinter ihr her.! Nach einiger Zeit hm lief sie zu schnell? war sie verschwunden, ich alleine.
Ich kam an einen Ort, indem ich mich nicht auskannte, die Leute bzw. ich unterschiedliche Sprachen sprachen.
Ich überlegte mir: war der Traum möglicherweise eine Antwort zu meiner Beschäftigung mit diesem Bild ?
erst mal hm, dann aber, o.k. kann schon sein - guter Hinweis.

Dann bekam ich noch eine Antwort: Ich lege mich üblicherweise nach dem Essen einige Zeit ins Bett.
Als ich wieder aufwachte, beschäftigte sich mein Gehirn mit Aussprache ( beim Singen) d oder t?
Als ich dann zum Schreibtisch ging, kam wieder so ein "Einfall" von diesen spontanen Gedichten, ich nenne es hier mal "Seelen-Niederschrift", Offenbarung. siehe Bild.
Nachdem ich den Text auf dem Zettel / Bild - meines gleich - gelesen hatte, sprang die Assoziation von - meines gleich - auf mein Zwilling / alter Ego ?/ und von dort - Ah! = meine (biologische) Schwester im Traum war dieser (r ?), mein Zwilling. Mein Zwilling den ich aus dem Auge verloren habe!

Die Assoziationen gingen aber noch weiter: wie ich den Text hingeschrieben hatte, fiel mir auf.
# ich erinnere mich wie ich einen kurzen Moment beim schreiben von - zu sättigen mich und meine - ?? zögerte. dann "fiel mir ein", ich ergänzte - meines gleich - ., also meine Zwillingsschwester;
schaut man sich das Schriftbild von - gleich - genauer an, so fällt das größer geschriebene l (el) auf. Es lese also ( was sich die Psyche nicht getraut hat ?, ) - zu sättigen mich und meine Leich - !. Wieder bin ich erstaunt, überrascht, begeistert über diese Art, wie kreativ mir meine Psyche etwas "sagt" :
- zu sättigen mich und mein Zwilling ! mit meinem Blut !.
Etwas anderes hat mich hm gestört, gefragt.
- mein Eigen - Eigen groß geschrieben, Blut will ich - zum Mund , dass z nicht ganz eindeutig, könnte auch verkürzt heißen - um zu sättigen-. Also - mein Eigen zum Mund mir führen -. !Ich kam dann auf den Gedanken doch mal bei Kannibalismus und Psychoanalyse im Internet nachzusehen.
ja, ich wurde bestätigt ....., ich will mein Geschwister, mein Eigen Blut "essen" > introjizieren , mit Ihr wieder zusammen sein, ein Ganzes sein, bilden.

So weit erst Mal zu diesem Ab -"Bild". Das muss ich erst mal "verdaut, verarbeitet" werden.
dieses Zitat aus dem Buch von Freud - Totem und Tabu - in dem Text
# Geisterleben. Menschenessen von Andrea Sick ( Zugriff 3. 2024)
https://www.thealit.de/lab/LIFE/LIFEfiles/r_15_1.htm läßt meine Vermutungen zum Thema - mein Eigen essen- nicht ( nur) als Hirngespinst erscheinen.
"Wer auf diese Weise das geopferte Leben in sich aufgenommen hat, identifiziert sich mit dem Totem und sichert sich das ewige Leben. Es geht also um Vernichtung, Austreibung oder Übernahme der Seele oder Eigenschaft einer toten Person, um länger oder besser zu leben.
Es geht insofern um Identifizierung durch Einverleibung, was auch heißt, eine Liebe zum Objekt, die auch dessen Vernichtung zur Folge hat." wow - hier taucht nun ( meine) Liebe im Zusammenhang mit der Vernichtung auf. Danke, und noch was zum -verdauen-. Der Ergänzung wegen sei noch aus psychoanalytischer Sicht "die frühen Mordwünsche des Säuglings der bösen Brust gegenüber" erwähnt.

Und kurz danach fällt mir ein Ereignis zum Thema Essen, Satt sein ein, dass sehr gut hierher passt:
Ich habe dann im Internet gesucht, ob ich da einen Hinweis gibt zu diesen "Phänomenen" = Körper, Gehirn, Seele, Geist. Ja, gibt es, bei dem Psychoanalytiker Rank habe ich eine akzeptablen "Grund" gefunden
Und wieder ein Staunen über diese Bilderwelt aus der Seele die sich hier für mich zeigt:
in 'Grundzüge einer Genetischen Psychologie' beschreibt er den ( möglichen) Zusammenhang folgendermaßen:




Über das Thema Zwillinge - Doppelgänger gibt es viel Literatur unter verschiedenen Aspekten.
- als Roman z.B. von Dostojewski: der Doppelgänger oder auch die Novelle von Theodor Storm: Ein Doppelgänger.
Dieses Auftreten eines Doppelgängers ist hier nicht gemeint.
- als Deutung der Psyche z.B. im Sinne von Freud als "verdrängten Anteil im Ich" , des Psycho­analytikers Jung als "Schatten bzw. dunklen Doppelgänger", oder im Sinne des Psychoanalytikers Rank als " " .
- oder als Alter Ego, mein zweites ( anderes ) Ich ?. Ego und Alter Ego wären dann zwei miteinander in Widerspruch stehende Seiten einer gespaltenen Persönlichkeit.
- oder doch mehr im Sinne einer ganz frühen (sensorischen) Ahnung eines "Zweiten, Anderen"?
siehe dazu ... Bericht wie zwei Embryos mit einander "spielen" sich berühren.


Durch das Hinspüren beim Lesen all dieser Texte hoffe ich am Ende eine "Lösung" zu finden im Sinne einer Los-lösung, Abschied nehmen.


Hinweise

"> Frau B.Gerisch beschreibt in ihrem Buch (siehe unter Literatur) die vielen Varianten der Ausdrucks­möglichkeiten zu dem Thema Doppelgänger - Zwilling - Alter-Ego. (Auch hier verzichte ich auf Verweise auf die dortigen Quellen).
S 164: die ersten Hinweise:
"das Doppelgängermotiv als eine energische Dementierung der Macht des Todes"   oder handelt es sich um den bekannten "Topos der männlichen Kultur­produktion" und "-zumeist auf den weiblichen Körper projizierten - Unsterblichkeits­phantasien und Todes­verleugnungen" ?
sehr interessant. Ich meine beides passt: ja, als Ausdruck der Dementierung des Todes, aber wieso aber "Sie" verbunden mit der Todes­verleugnung. Was hier fehlt ist die große, gespürte Liebe zu diesem anderen Wesen.
oder sollte das nur eine Verleugnung meiner Aggression sein?
S165
Über der Überschrift: # Der Doppelgänger als früher Abwehrversuch#
stellt /BG/ einen Fall dar: mit einer depressiven Mutter, " die von sich selbst und ihrer eigenen familiären Konflikten absorbiert war" und einem fehlendem Vater - für sie "uner­reichbaren Vater". Durch Spaltungs­prozesse wurden alle " guten Imaginis .. dem Vater und alle bösen und Furcht erregenden der Mutter bzw. einem 'inneren Bild der Weiblichkeit' ..zugeschrieben.
Hier taucht bei mir das Bild / Symbol der M e d u s a auf. Dazu später mehr. dann weiter S166f
.. /BG/ beschreibt die Folgen einer fehlenden Bewältigung der s.g. depressiven Position, die "neben der Befähigung zur Ambivalenz auch die Anerkennung des Anderen " beinhaltet.
der Doppelgänger kann in diesen Zusammenhängen für die Psyche folgende Funktionen / Aufgaben erfüllen.
1 # " der Doppelgänger .. wird demzufolge gesucht, um destruktive Affekte wie Hass, Destruktivität und Neid in ihm unterzubringen. ... der imaginäre Zwilling ( verschafft) ( damit) eine deutliche Entlastung des bedrohten psychischen Gleichgewicht, weil er nun als böser Selbstaspekt beschuldigt und bestraft werden kann.")
2 # er kann aber auch ein Versuch sein, sich gegen den "Verlust der depressiven Mutter - abzusichern", einhergehend mit der Phantasie "' wir sind zwei sind wie einer und brauchen niemanden sonst' "
Das # Zwillinge, Doppelgänger# "als einer Abwehrbewegung gerade dann entstehen kann, wenn die Angst zu groß ist, dass das Böse das Gute vernichten kann"( siehe bei mir Blick der todkranken Oma, und Abtreibungs­versuch, Imagination 'verbrannter Baum') passt zu meinem eigenen Lebenslauf / Erlebnissen.


Literatur

  1. spiegelneuronen - Grundlage der Emphatie (?)

    https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2213158219300877?via%3Dihub
    Mirror neuron activations in encoding of psychic pain in borderline personality disorder. dazu später mehr.

  2. Biologie der Psyche: Dieser Text geht noch weiter, tiefer in die darunter liegende Biologie ein.

    Stress-induced cortisol response is associated with right amygdala volume in early childhood, Neurobiology of Stress 14 (2021) 100329

  3. Franz Reggli, Der Ursprung der Angst Antike Mythen und das Trauma der Geburt:

    "Diesen traceähn­lichen Tiefschlaf wird Gilga­mensch noch einmal durchleben [..] wenn in der 11. Tafel Utnapischtim ihm von der Sintflut und d.h. von der eigenen Geburt erzählt" wird. S179
    "..Gilgamesch in seiner Bedrohung und Todes­angst (siehe Thema Abtreibung, auch Bild "Löwentor" M.L) sucht nach dem ewigen Leben. Er möchte nie wieder sterben. Er begibt sich auf die Suche nach seinem verlorenen Zwilling."S190

  4. A.Reiter / Janus ( Hrsg.) Vorgeburtliche Wurzeln der Individuation , Mattes-Verlag:

    auf den Seiten S114, 119 wird der Zwillings­verlust als "embryonale Erfahrung" genannt.
    es wird auch erzählt, wie Abtreibungs­versuche der Mutter sich über Theraphien im Traum oder über Bilder zeigen.
    Auch bei mir zeigte sich über ein Traum­seminar mit einem Psychologen so eine tief vergrabene Erfahrung.

  5. B.Gerisch Die suizidale Frau. Verlag Vandenhoeck& Ruprecht

    hier besonders in Bereich des Themas .. Ungelöste Separations -und Individuations­konflikte..

  6. Ingrid Fichtner ( Hrsg) Doppelgänger. Von endlosen Spiel­arten eines Phänomens , Reihe Facetten der Literatur Bd.7 Haupt
    Doppelgänger in Literatur, Musical, ..

    in: Das geschriebene Ich oder:Wer ist wer im Spiegel: Montaigne, Rousseau u.a.

  7. Susanne Biber Mysterium der Wirklichkeit bei RENÉ MAGRITTE , Michael Imhof Verlag

    Themen u.a. : Kunst, Bildlogik, Im Rahmen von 'Auf der Suche nach dem Wunderbaren' : Wirklichkeit, Immanenz, Mystik, siehe oben
    Um diese Themen zu veranschaulichen verwendet Magritte oft das Thema 'Doppelgänger', siehe im Internet

  8. Julia Kristeva Schwarze Sonne , Brandes&Apsel.

    Stichworte im Deckblatt: .. Depression als Aggressivität gegen das verlorene Objekt ( u.a, Freud)
    Im Rahmen der Theorie des Narzissmus: Depression als archaischer Ausdruck einer nicht symbolisierten unbenennbaren narzißtischen Wunde
    Kristeva erweitert: Daß der Depressive nicht um ein Objekt trauert, sondern um ein sich der Sinngebung entziehendes »Reales.«

  9. Christa Rohde-Dachser Was sich verändert und was bleibt, Psychosozial-Verlag

    Psycho­analytische Beiträge über Vergänglichkeit, den Wunsch nach Unsterblichkeit und das Leben im Augenblick

    an/von dieser Stelle mein tiefer Dank an Sie
    u.a. auf der Suche nach Antwort, dort "Das Ich heilen oder das Ich überwinden"

  10. B.Verlic, A.Budak. P.Pakesch (HG.): Zeichen der Psyche, PYCHOANALYTISCHE PERPEKTIVEN ZUR KUNST, Turia+Kant

    Hier das Thema Wahrnehmungsidentität als Wiedererscheinen der Wunscherfüllung, als 'Wiederholung jener Wahrnehmung, welche mit der Befriedigung des Bedürfnisses verknüpft ist', S151

  11. Boris Yoffe Musikalischer Sinn. Wolke Verlag

    u.a. Schubert Agnus Dei in der Messe: " Warum treten [...]alle diese Merkmale hervor?
    .[..] der Gestalt des Doppel­gängers mit seinen Attributen: Spiegelung, Spott, Zusammenfall von Realität und Traum, Schmerz, Angst, Protest, Unerbittlichkeit, Verlust der Persönlichkeit?

  12. Barbara Schlochow,Hebamme,Autorin
    „Gesucht: Mein verlorener Zwilling“(2007,Verlag Edition á la carte, Zürich)

    Dort Textstellen, Gefühle die ich nach­vollziehen kann:
    „ich habe ihn umgebracht" "Sowohl Kinder als auch Erwachsene berichten über­ein­stimmend einerseits von seliger Liebe,Glücks­gefühlen,Verbundenheit,Nähe im selbst­ver­ständlichen Miteinander und anderer­seits von großer Verzweiflung, Trauer,Hoffnungs­losigkeit beim Tod des anderen!"

passend dazu: bei einem Kurs habe ich erfahren, dass bei der Untersuchung der Nachgeburt (ausgeschiedene Plazenta), oft Spuren von ehemaligen Föten zu finden sind, die allerdings mehr oder weniger in einem frühen Stadium abgestorben sind.
(Hinweise von Hr. Dr.Norbert José Mayer,2009)

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