diese Website zeigt Bilder und Gedichte die "unbewußt", "einfach so gekommen" sind. Sie haben bei mir starke Emotionen hervorgerufen. Sie sind aus einem Prozess heraus entstanden, letzlich kein Ergebnis eines bewußten Thema-Gestaltungs-Prozesses, sondern wurden "zugelassen".

Michael Labinsky  Bilder
Pränatal   'Hass' 'Wut'

NICHT für 'Mode landscape' geeignet

pränatal Frustration   Hass
Spiegelungen der Seele - Frust - Hass


Dieses Bild gehört eigentlich nicht zum Thema "Pränatal".
Ich habe es trotzdem hierher aufgenommen, weil die Ursprünge wahrscheinlich in der frühesten - frühen Kindheit liegen, also im präödipalen Bereich.
Ich nehme die Hinweise aus Lit. 2, S283 /284 auf, der meinen schwarzen Kerl ein neues Gesicht / Bedeutung gibt: siehe unten
Wegen dem "Kerl in schwarz" war ich der Meinung, es symbolisiere die Gewalt, die ich von meinen Eltern zu spüren bekommen habe, da schwarz, so habe ich gelesen, in "spontanen" Bildern nicht bewusste Gewalt andeutet / anzeigt.
Für mich symbolisiert es, nachdem ich viel gelesen habe ( siehe unten unter 2.) nun wahrscheinlich (auch) meinen Hass, meine Wut gegenüber dieser Situation, und ganz neu: gegenüber meiner Mutter.

Das Bild entstand nach mehreren einfühlenden Gesprächen mit einer Psychoanalytikerin ca. im Jahr 2000 als Geschenk für Sie. Die Gespräche wurden danach von Ihr abrupt abgebrochen, möglicherweise interpretierte Sie das Bild als Angriff auf "Sie" ?. Trotz allem Bitten war kein weiteres Gespräch in Hinblick auf eine "Offenlegung" möglich. Jetzt ist mir klar: Sie sah die versteckte Gewalt von mir ihr gegenüber im Bild.

Zu einem späteren Zeitpunkt hatte ich darüber nochmal eine Gespräch mit einem Psychologen dazu. Er meinte zu diesem geschenkten Bild an die Frau: diese Frau, Sie sehen Sie als ihre Mutter. Zu dem Text "was für ein Theater" meinte er dazu passend: Nein, das ist kein Theater.
Das passt jetzt alles gut zusammen.

Interessant ist die Ähnlichkeit mit dem Bild in - Attacke -. Auch hier ist ein schwarzes Männchen deutlich zu sehen. Auch hier, das Bild entstand spontan, zuerst habe ich das "Männchen" gar nicht gesehen.

Zu dem unten genannten Auszug in 1. aus dem Buch passt fast wie eine Bestätigung eine Imagination / Wachtraum von mir:
Ich gehe als kleiner Junge (Kerl) unter die Erde in einen Gang, Es zieht mich immer weiter.. wohin?
Ich suche wohl etwas.
Dann komme ich in eine große Höhle, mehr so groß wie eine Kathedrale fällt mir ein.
Da drin steht ein großer Käfig mit viel Platz mit dicken Eisenstangen. In dem Käfig ein "Werwolf": sehr groß, überall total mit langen, vielen Haaren bedeckt. Zwischen, an seinen Füßen sind schwere Ketten befestigt. ( ich wollte - angebracht - schreiben, aber es sollte - befestigt- sein.)
Ich merke, identifiziere ihn sofort, trotzdem, als meinen Vater den ich suche. Ich erinnere mich, dass ich kurz überrascht war, keine Angst vor ihm zu haben.
Der Käfig hat keine Tür. Aber ich bin klein und kann mich durch ( wieso schreibe ich nicht- zwischen-?) die Stäbe leicht ins Innere gelangen.
Ich gehe zum Monster, keine Angst, wir / er ? nehmen uns an die Hand. Und dann wieder eine Überraschung: In diesem Augenblick werde ich auch zu einem (kleinen) Werwolf.
Ich erinnere mich, dass das o.k war, sehe zwar ein bisschen komisch aus, bin aber beim Vater.

Literatur / Hinweise:
1 : R.Hochauf: Frühes Trauma und Strukturdefizit, S113, Asanger.

# Früh traumatisierte Patientinnen profitieren meiner Meinung nach erst zu einem späteren Zeitpunkt von assoziativen und bilateralen Techniken, nämlich wenn sich die meist anfänglich noch unbewussten traumatischen Episoden in ihrer Schichtung geöffnet haben. /.../
( Der) angeregte Dialog zwischen Täter- bzw. Retter-Introjekten und Aspekten des traumatisierten Kindes aus einer bereits gefestigten Erwachsenen-Perspektive versucht die Integration der verbotenen Erinnerung. /.../
Ein besonderes Problem besteht offensichtlich darin, die Ablösung aus der nahezu programmiert anmutenden "Loyalität" gegenüber dem Aggressor zu fördern #


2 : B. Gerisch: Die suzidale Frau, Vandenhoeck Ich nehme die Hinweise aus Lit. 2, S283 /284 auf, der meinen schwarzen Kerl ein neues Gesicht / Bedeutung gibt:
Stichworte, Auszug:

gescheiterte Triangulierung weil der Vater nicht anwesend, bzw. ( bei mir erst ab dem 6. Lebensjahr) wenn er dann kam, "abwesend" anwesend war, und dann auch Gewalt anwendete. So war eine Lösung aus , bzw. Kompensation der traumatischen Beziehung der Primärbeziehung, der Mutter-Kind Dyade nicht möglich... so bleibt das Kind gefangen zwischen einer enttäuschenden und bedürftigen Mutter und einem unerreichbaren und gewalttätigen Vater.
dann für mich neu, erhellend:
diese Familienkonstellationen - die sich im Innern zu einem ## monströsen, destruktiven Introjekt ## verdichten- wird hier "Seelenmord" genannt, die zu einer erheblichen Störungen und Beeinträchtigung der gesamten psychischen Entwicklung führen.
Aggresive Impulse, Wut-und Enttäuschungsreaktionen bleiben abgespalten oder richten sich allein gegen die Mutter.

3: G.Benedetti: Todeslandschaften der Seele, Vandenhoeck
Hinweis zu meinem "Werwolf", S252

" nachdem er sich als unfähig erwiesen hatte, sein grauenhaftes, passiv-homosexuell gefärbtes Erleben bewußt zu bewältigen (setzte er alles daran) um das böse homosexuelle Objekt d.h. den Verfolger, in ein gutes, ebenso homosexuelles Objekt [...] zu verwandeln." Er machte den Therapeuten zum "brutalen" Vergewaltiger der ihn "körperlich angriff und maßlos verprügelte". ( anstatt den Vater M.L)
"Von überragender Bedeutung ist, [..] (das der Traumgedanke) sich als solcher zu erkennen gibt: sichtbar, faßbar, mittteilbar".